Solartipp: Den Generator durchmessen


13. März 2018

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Schließlich produziert der Generator Gleichstrom, der dann durch die Leitungen fließt. Ist eine Steckverbindung locker, kann ein Lichtbogen entstehen. Dieser resultiert aus einem nicht ausreichendem Abstand oder ungenügender Isolation zwischen zwei elektrischen Potenzialen. Das ist bei einer losen Steckverbidung genauso gegeben, wie bei einem Schaden an der Isolation – entweder durch Verwitterung oder durch Tierfraß. Ein Lichtbogen wiederum kann zu einem Brand auf dem Dach führen.

Verbindungen kontrollieren

Deshalb muss der Handwerker unbedingt kontrollieren, ob alle Steckverbidungen fest sitzen und alle Kabel noch ausreichend isoliert sind. Das bekommt er durch die Messung des Isolationswiderstandes eines jeden Modulstrings der Solaranlage heraus. Dieser darf nicht zu niedrig sein. Bei einer Anlage mit einer Systemspannung von 1.000 Volt muss dieser bei mindestens einem Megaohm liegen. Ist er niedriger, hat die Isolierung der Kabel oder Stecker an irgendeiner Stelle ein Leck. Dieses muss der prüfende Handwerker suchen und „stopfen“, indem er das defekte Kabel oder den kaputten Stecker austauscht.

Fehlerschutzschalter prüfen

Wenn an der Anlage ein Fehlerstromschutzschalter auf der Gleichstromseite installiert sein, so muss dieser auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Dazu misst der Handwerker den Auslösestrom und die Auslösezeit. Letztere darf in einem Gleichstromkreis zwischen 230 und 400 Volt nicht über 0,4 Sekunden liegen. Steigt die Spannung weiter, muss der Fehlerstromschutzschalter in noch kürzerer Zeit auslösen.

Erdung muss funktionieren

Die Qualität der Erdung der Anlage muss der Handwerker ebenfalls an mehreren Punkten der Anlage messen. Hier geht es vor allem um den Erdungswiderstand. Dieser ist für die Abschaltung der relevanten Teile der Anlage im Fehlerfall von Bedeutung und sollte so gering wie möglich sein. Er sollte den Wert von zehn Ohm nicht übersteigen. Liegt er darüber, muss der Handwerker den Zustand der Erdungsanlage überprüfen, um sicherheitsrelevante Mängel zu finden. Die Erdungsmessung kann mit einer Strom-Spannungsmessung, einer Spannungsvergleichsmessung oder einer Schleifenimpedanzmessung durchgeführt werden.

Spannungsabfall messen

Eine zusätzliche Messung gilt noch dem Spannungsabfall. Dieser sollte möglichst gering sein. Um die Verluste durch einen Spannungsabfall zu minimieren, sollte er bei Photovoltaikanlagen nicht mehr als ein Prozent betragen. Außerdem kann der Handwerker noch die Leerlaufspannung und den Kurzschlussstrom der einzelnen Strings und Module messen, um eventuellen Modul- und Kabelfehlern auf die Spur zu kommen. (su)

Quelle: www.photovoltaik.eu/gentner.dll/PL_30021_811752