Fünf Millionen Module getestet


12. Juli 2019

Das fünfmillionste Modul, das bei Adler Solar geprüft wurde, war auf einer Gewerbehalle montiert. Es wurde bei einem Brand Gasen, Hitze, Staub und Asche ausgesetzt. In so einem Fall können Dichtungen schmelzen, der Modulrahmen kann sich verziehen, Folien können ihre Struktur verändern, Lötstellen können beschädigt werden.

Optisch unauffällig

Das Modul war nicht unmittelbar am Brandherd installiert und auf den ersten Blick optisch unauffällig, bis auf Verschmutzungen durch Löschwasser und Rußspuren. Der erste Schritt ist die visuelle Inspektion nach dem Vier-Augen-Prinzip. Danach folgt die Wet-Highpot-Prüfung, bei der das Modul in einem Wasserbad einer Isolationsprüfung unterzogen wird. Ist diese bestanden, folgt der Leistungstest im Sonnenlichtsimulator, dem Flasher. Zum Abschluss wird das Modul noch mit Elektrolumineszenz auf Schäden überprüft. „Das Modul hat alle Prüfungen mit Bravour bestanden und konnte an den Betreiber zurückgegeben werden“, erklärt Ali Salem, leitender Prüfingenieur des Test und Reparatur Center bei Adler Solar.

Fast alle Module wieder einsetzbar

Insgesamt hat Adler 135 Module aus dem Brandschaden geprüft. 115 Module waren in Ordnung, zwölf Module wurden durch das Feuer irreparabel beschädigt und acht Module konnten im Labor im Bremen repariert werden. Über 91 Prozent der Module gehen an den Betreiber zurück und werden noch viele Jahre Sonnenstrom produzieren. „Damit ist eine Prüfung der Module sinnvoller, wirtschaftlicher und nachhaltiger als einfach neue Module zu kaufen“, erklärt Geschäftsführer Cunze.

Adler Solar prüft Photovoltaik Komponenten im Prüflabor in Bremen aber auch mit einem mobilen Testcenter vor Ort an der Anlage. Welche Methode die bessere ist, hängt vom einzelnen Fall ab. Im Prüflabor stehen alle Prüfverfahren zur Verfügung, bei der Prüfung vor Ort kommen Elektrolumineszenzprüfung, Flasher-Test und Infrarotaufnahmen zum Einsatz. Neben der Technik ist Wissen und Erfahrung im Adler Solar Team für Qualität und Prüfergebnis entscheidend. (PF)

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Quelle: www.photovoltaik.eu/gentner.dll/PL_30021_881834